Gipfelziele
Husegg
1998 m ü.M.
- 20 Minuten ab Grubenberghütte
- Leicht, teilweise Wegspuren
Der technisch anspruchslose “Aussichtshügel” ist von der Grubenberghütte aus im Nu erwandert und eignet sich bestens für unvergessliche Sonnenauf- und untergänge. Das Gipfelplateau bietet einen fantastischen Rundumblick, die Felsnadeln der Gastlosen sind zum Greifen nah.
Zuckerspitz
2133 m ü.M.
- 1 Std. ab Grubenberghütte
- Mittelschwer. Teilweise Wegspuren bis zum Husegg-Sattel. Gipfelflanke weglos und exponiert. Nur für trittsichere, schwindelfreie und erfahrene Bergwanderer geeignet.
Der vorwitzige Felskopf mit dem wohlklingenden Namen Zuckerspitz befindet sich auf der Achse zwischen der mächtigen Dent de Ruth und der etwas entfernteren Wandfluh. Seine steile, mit Felsen durchsetzte Gipfelflanke wirkt auf viele Menschen etwas abweisend und doch ist es verlockend, den Fuss auf das Haupt dieses markanten Berges zu setzen. Die Besteigung des Zuckerspitzes ist zwar kein Hexenwerk, dennoch ist in der steilen, exponierten Gipfelflanke grösste Vorsicht geboten. Ein Ausrutscher oder gar Sturz könnte böse Folgen haben… Schwarzmalen ist aber fehl am Platz und die Gipfelstürmer werden mit einem Rundumblick belohnt, der an denjenigen aus einem Flugzeug erinnert. Zu Füssen liegen nicht nur die Berner Voralpen und Alpen, sondern auch das Mittelland mit dem Bieler- und Neuenburgersee.
Amelier
2002 m ü.M.
- 30 Minuten ab Grubenberghütte
- Durchgehende Wegspur bis zum Amelier-Sattel, Gipfelgrat teilweise exponiert.
Im Gegensatz zur sanften Husegg erweckt der scharfe Gratverlauf des Ameliers deutlich mehr Respekt! Ganz so wild, wie sich der Amelier aus der Perspektive der Grubenberghütte gibt, ist er in Wirklichkeit aber nicht. Dennoch weist der Gipfelgrat ein paar luftige Stellen auf, deren Überwindung sich lohnt: Der Tief- und Weitblick von da oben ist eindrücklich!
Wandfluh
2132 m ü.M.
- 1 3/4 Std. ab Grubenberghütte
- Leicht, mit ein paar Kraxeleinlagen.
Markierter Bergwanderweg bis zum Passübergang Wolfsort (1920 m ü.M.), danach unmarkierter, aber deutlich sichtbarer Geröll- und Felspfad bis auf den Gipfel. Eine ausgesprochen lohnenswerte Bergtour für die ganze Familie. Für die Sicherheit der Kinder empfiehlt sich, eine Reepschnur im Rucksack mitzuführen.
Der Name der Wandfluh ist nicht aus der Luft gegriffen, denn die imposanten Kalkwände sind das Wahrzeichen dieses Bollwerks, das auf einer technisch leichten Route bestiegen werden kann. Bis zum Wolfsort ist der Aufstieg ein Kinderspiel. Erst im felsigen Aufschwung zum Gipfel, der über die Ostseite zur Wandfluh führt, nimmt das Gelände deutlich alpinere Charakterzüge an. Die Couloirs, Schutthalten und Felsplatten müssen ab und zu auf allen Vieren bewältigt werden. Doch spätestens auf dem Wandfluh-Gipfel wird man für die körperliche Anstrengung belohnt. Die Aussicht lässt keine Wünsche offen. Und die Tatsache, diesen markanten Felskoloss gemeistert zu haben, erfüllt den Wanderer zu recht mit Stolz.
Dent de Ruth
2236 m ü.M.
- 2 Std. ab Grubenberghütte
- Mittelschwer. Nur für geübte, schwindelfreie und trittsichere Berggänger.
Von der Grubenberghütte aus in westliche Richtung auf unmarkiertem, aber deutlich sichtbarem Weg leicht bis zum Amelier-Sattel. Von dort in nördliche Richtung über den steilen Grasrücken (Wegspuren) hinauf zu einer steilen Felsstufe, die mit Fixseilen entschärft wurde. Danach auf teilweise Wegspuren die lange, steile Südflanke der Dent de Ruth Richtung Westen queren (stellenweise Fixseile). Die zu überwindende Felsstufe, welche zum Couloir zwischen den beiden Dent de Ruth-Pfeilern führt, beinhaltet eine kurze, aber etwas knifflige Kletterstelle (Fixseil). Durch das nach oben schmäler werdende Couloir bis zur Scharte aufsteigen. Von dort über einen kleinen Absatz (Fixseil) wenige Meter in die exponierte Nordseite bis zum komfortablen Standplatz absteigen und schliesslich links über die Felsstufen hinauf bis zum Gipfel.
Die imposante Felsformation der Dent de Ruth prägt markant das Landschaftsbild des Grubenbergs und besticht durch eine Anzahl schöner Kletterrouten. Dass diese Zinne auch ohne technischen Hilfsmittel zu fuss bestiegen werden kann, ist wenig bekannt und bei deren Anblick schier unvorstellbar. Die Tour hat einiges an Nervenkitzel zu bieten, die Arme und Hände erweisen sich dabei zwischendurch als willkommenes Fortbewegungsmittel. Die Gipfelstürmer werden, gutes Wetter vorausgesetzt, mit einem atemberaubenden Rundum- und Tiefblick belohnt!




